FAQ
Vermutlich handelt es sich bei Ihnen um gemeine Wespen, evtl auch deutsche Wespen. Beide können bis im Herbst zu einem sehr grossen Volk heranwachsen. Eine Vertreibung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Ich kann Ihnen nur die Entfernung des Nestes empfehlen. Am besten mechanisch d.h. das Nest lokalisieren, abschneiden und entsorgen. Dies ist allerdings durch einen Fachmann zu erledigen, da die Tiere ihr Nest entschieden verteidigen werden. Vom Einsatz von Gift würde ich abraten, da nebst den Giftstoffen auch die toten Tiere verbleiben, welche wegen dem Verwesungsprozess über Tage oder sogar Wochen einen Verwesungsgestank produzieren werden.
Mir ist klar, dass ein Auffinden des Nestes evtl. nicht möglich ist; dann bleibt nur die Variante Gift oder das Nest bestehen lassen. Auf keinen Fall das Einflugloch zustopfen da die Wespen dann einen Alternativ Ein-/Ausgang suchen werden und dieser dann auch via Wohnung sein kann.
Wenn die Wespen weg sind etfernt oder selbst ausgezogen (ca. im Oktober) dann verschliessen Sie das Loch um im nächsten Frühjahr einen erneuten Befall vorzubeugen. Sie können das auch erst im Januar machen; einfach vor den ersten warmen Tagen im Frühling.
Feldwespen sind friedlich und absolut stechfaul. Man sagt sogar, dass ihr ausserst schwacher Wehrstachel kaum in die menschliche Haut eindringen kann. Ein Feldwespennest beherbergt im Normalfall maximal 30 Tiere. Feldwespen stellen keine Gefahr und kein agressives Potential dar.
Geniessen Sie Ihren tollen Balkon und beobachten Sie Ihre neuen Mitbewohner. Ich bin überzeugt, Sie werden von ihnen fasziniert werden. Falls die Tiere von Ihrem Frühstückstisch naschen wollen (was bei Feldwespen eigentlich ein unübliches Verhalten darstellt); geben Sie ihnen etwas von dem "Leckerli" in die Nähe der Ziegel wo sie sich aufhalten. Sie werden sehen, dass ist viel interssanter für die Wespen als der lebensgefährliche Diebstahl von Ihrem Teller.
Was Sie nicht tun sollten: Anblasen der Tiere oder des Nestes; wildes herumfuchteln mit den Armen. Beides macht die Tiere nervös und unsicher.
Der Einsatz von Insekziden ist nicht zu empfehlen. Das Gift in der nähe Ihres Frühstückstisches ist mit Garantie schlimmer als die friedlichen Feldwespen.
Bestehende Nester werden nie wiederbesiedelt. Im Gegenteil sie bieten sogar eine natürliche Prophylaxe für das kommende Jahr. Eine Wespenkönigin beginnt immer mit dem Baus eines neuen Nestes. Dabei hält sie von einem bestehenden Nest der gleichen Art, also auch einem Altnest, 2-3m Abstand. Allerdings vermodern die Nester, sie sind ja aus Papier, nach ein paar Jahren. Dann ist der Weg für eine neue Königin wieder gegeben. Man muss auch bedenken, dass ein Ort wo sich bereits ein Nest befindet, für eine Wespenkönigin damals attraktiv war. Somit ist die Chance, dass eine neue Königin den entsprechenden Ort auch "sexy" findet, durchaus gegeben.
Nein. Diese Aussage gehört weit in den bereich der Märchen. Um einen gesunden Menschen ernsthaft zu gefährden sind etwa 10 Hornissenstiche pro Kilo Körpergewicht nötig. Allergiker ausgenommen.
Ein leeres Nest kann problemlos entfernt werden. Ich würde ein kleines Stückchen vom Nest hängen lassen, da dies prophilaktisch gegen neuen Nester helfen kann. Ein bewohntes Nest kann bis etwa August sinnvoll umgesiedelt werden. Dannach sind die Völker zu gross und man müsste entweder bis im Herbst warten (da stirbt das Volk) oder das Nest zerstören.
Beim Bau bereits auf gute Dichtung achten. Das bedeutet: keine kleinen Öffnungen bei Dachuntersichten, Storenkästen usw.Vorhandene Löcher mit geeigneten Mittel abdichten. Den Anflug der Jungköniginnen im April/Mai beobachten und ein entstehendes Nest möglichst früh umsiedeln. Eine ökologische „Bekämpfung“ des Nestes nach August ist fast nicht mehr möglich. Daher ist davon abzuraten!
Nein. Die jungen Wespenköniginnen beginnen im Frühjahr immer mit dem Bau eines neuen Nestes.
Man spricht von etwa 3% der Bevölkerung welche allergisch auf die Wespengifte reagiert. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass diese an einem Stich sterben.
Nein. Hornissen sind sehr friedlich. Sie können auch gefahrlos beobachtet werden so lange man nicht am Nest schüttelt und einen Abstand von ca. 4m einhält. Hornissen werden allerdings, wenn sie sich gestört fühlen, ihr Nest effizient und entschieden verteidigen.
Bei den Wespen überwintern nur die am Ende des Wespenjahrs geschlüpften Jungköniginnen. Die "Alt"-Königin sowie das restliche Volk sterben im Herbst.
, das ist möglich. Kleine Nester können sehr einfach mittels einer Papiertüte umgesiedelt werden. Grössere abgesaugt, das Nest abgeschnitten und eingepackt werden. Das ganze wird am neuen Bestimmungsort wieder in die Freiheit entlassen.
(c) 2007 -2012 wespenschutz.ch